Hohentengen

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Willkommen in Hohentengen

Göge - Heimat der Menschen in 9 Dörfern

1295 wurde erstmals ein Gericht erwähnt, das sich auf dem Kugelberg befand. Vom althochdeutschen Wort „dinc“ (Gericht) leitete sich später über Diengen und Hohen-Diengen der heutige Name Hohentengen ab.

Die früheste Besiedlung erfolgte auf der Kuppe des Kugelbergs in Form eines kirchlichen und weltlichen Verwaltungssitzes mit Kirche, Pfarrhof und Königlichem Mayerhof, in den auch der Kirchensatz und die Gerichtsbarkeit gehörten.

Die gesamte Anlage war als Wehrburg angelegt: Sie war mit Wall, Graben und Pallisadenzaun umgeben. Zusätzlich war der damalige Friedhof bei der Kirche mit einer hohen Mauer umgeben und der Kirchturm war mit Schießscharten versehen, weil er zusätzlich auch als Wachturm diente. Die Wehrburg diente den Bewohnern der umliegenden Dörfer bei Gefahren lange Zeit als Zufluchtsort.

Bald nach dem Bau der Anlage erhielten Handwerker und andere Bedienstete der Kirche und des Herrschaftshofes innerhalb der Wehrburg kleinere Baugrundstücke zugeteilt, auf denen sie Häuser errichten konnten. Damit diese Menschen sich selbst versorgen konnten, erhielten sie zusätzlich kleinere Feldgrundstücke vom Pfarr- und Herrschaftshof. Durch den Zukauf weiterer Grundstücke entstanden hieraus im Laufe der Jahrhunderte zum Teil ansehnliche Bauernhöfe.

Das zum herrschaftlichen Mayerhof gehörende Wohngebäude war nicht nur Wohnsitz des Verwalters, sondern auch Gerichtsstätte für das gesamte Gebiet. Dieses Haus wurde deshalb schon Anfang des 16. Jahrhunderts als Rathaus und später als Amtshaus bezeichnet. Als das Amtshaus in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Privatbesitz gelangte, kaufte die Gemeinde im „Winkel“ ein Grundstück und baute dort ein eigenes Rathaus mit Feuerspritzen-Remise.

1843 wurde der heutige Friedhof angelegt. Anschließend wurde der alte Friedhof bei der Kirche aufgelassen. So wurde Platz für ein neues und größeres Gotteshaus gewonnen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden um den Dorfkern herum immer mehr Baugebiete. Hierdurch weitete sich der Ort nach allen Seiten aus. Die Gemeinden Hohentengen und Beizkofen, die sich politisch vereinigten, wuchsen so baulich zusammen.

Beizkofen wurde um das Jahr 1185 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Die erste Ansiedlung befand sich vermutlich südlich der Ostrach. Von diesem Urdorf aus hat die Besiedlung der übrigen Göge-Dörfer ihren Anfang genommen.
Mit den Rittern von Beizkofen (12.-14. Jahrhundert) hatte das Dorf den einzigen bekannten Ortsadel der Göge mit eigenem Wappen und Siegel.

1854/55 wurde mitten im Dorf ein eigenes Schul- und Rathaus erbaut. Nach mehreren Umbauten dient dieses noch heute als Sitz der Gemeindeverwaltung.
Beim Rathaus steht auch die 1728 erbaute Kapelle St. Peter und Paul.

Über mehr als 800 Jahre wurde an der Ostrach eine herrschaftliche Mahlmühle betrieben. Diese gelangte später in Privatbesitz. Das aufwändig restaurierte ehemalige Gerberhaus südwestlich der Mühle gilt heute als eines der schönsten Fachwerkhäuser in der Göge. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden an der Ostrach im Ried zwei weitere Mühlen (Riedmühle) und ein Sägewerk, welches als Riedsäge bis vor wenigen Jahren noch bestand.

Beizkofen hat sich 1970 freiwillig mit der Gemeinde Hohentengen zusammengeschlossen.

1272 wurde Bremen, das ungefähr einen Kilometer von Hohentengen entfernt liegt, erstmals erwähnt. Der Ortsname Bremen leitet sich vom alten Wort „Brame“ (Brombeere) ab.

Die erste Besiedlung erfolgte westlich der Ostrach. Da sich zu jener Zeit im Dorf noch keine Kapelle befand, wurde ein Glockentürmchen auf das Rathausdach gesetzt. Im selben Gebäude wurde ab 1888 auch die Feuerwehr untergebracht. Seit 1993 werden die nicht mehr benötigten Amtsräume im Obergeschoss von örtlichen Verein als Versammlungsräume genutzt. Das Dorfgemeinschaftshaus (früheres Rathaus) wurde in den Jahren 2007/2008 renoviert und angebaut. Die Bürgerschaft hat dieses Bauvorhaben durch große Eigenleistungen unterstützt. Inzwischen sind auch die Außenanlagen fertiggestellt und ein neuer Spielplatz wurde angelegt.

Die Kapelle Maria Königin in der Dorfmitte wurde 1957 gebaut. Damit ist diese Kapelle die jüngste Dorfkapelle in der Göge. Die Kapelle wurde 2007 saniert.

An der Ostrach steht die Getreidemühle Härle, die aus dem Jahr 1823 stammt und von 1920 bis 1985 als Genossenschaftsmühle betrieben wurde. Bis heute ist die Mühle für die Landwirte der Region eine wichtige Einrichtung.

Eichen ist der kleinste Teilort der Gemeinde Hohentengen und liegt ca. 3 km vom Zentralort entfernt. Das Dorf wurde 1086 erstmals urkundlich erwähnt. „Eichen“ ist eine Ableitung des früheren Wortes „Aich“, was Eichengehölz bedeutet.

Die erste Siedlung lag im Tal der Eichach. Nach und nach wurden dann auch die Talhänge bebaut.
In der Ortsmitte steht die Kapelle St. Wendelin, die 1732 von der bürgerlichen Gemeinde erbaut wurde.

Das ehemalige Rathaus wurde 1855 als Bauernhaus von der Gemeinde gekauft. 1993 wurde dieses Haus abgerissen. An dieser Stelle errichtete die Gemeinde Hohentengen 1993/94 mit Hilfe der Bevölkerung ein neues Dorfgemeinschaftshaus.

Enzkofen ist das zweitkleinste Dorf der Göge. Der Ort wurde 1281 als „Enzechoven“ erstmals erwähnt. Der Name leitet sich vom Namen des Gründers von Enzkofen ab, dessen Name „Enceli“ war.
Die erste Siedlung erfolgte südöstlich des Krebsbaches. Der Enzkofer Berg wurde erst später bebaut.

Im Jahre 1865 erwarb die Gemeinde ein an der heutigen Enzkofer Straße gelegenes Wohn- und Scheunengebäude und brachte darin im ersten Stock das Ratszimmer unter. Dieses alte Rathaus wurde 1966 abgebrochen und 1967 durch einen Neubau ersetzt. Heute bieten die früheren Amtsräume als Dorfgemeinschaftshaus dem Heimatverein Unterkunft.

Mitten im Dorf steht die Dorfkapelle, die dem heiligen Antonius (Einsiedler) geweiht ist. Sie wurde von 1924-1926 von der bürgerlichen Gemeinde erbaut.

Auf dem Enzkofer Berg richtete die Gemeinde 1977 ein Freizeitgelände mit Grillstelle ein, das nach Anmeldung auch privat genutzt werden kann.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1152. Damals hieß das Dorf noch „Cöncichhofen“. Der heutige Dorfname geht auf den Gründer „Gunzo“ zurück.

Die erste Besiedelung erfolgte im Tal des Friedbaches.

1828 wurde in Günzkofen von der Gemeinde ein Schul- und Rathaus erbaut, das schon wenige Jahre später erweitert und mit einem kleinen Glockenturm versehen wurde. An der Stelle dieses früheren Schul- und Rathauses, das 1999 abgebrochen wurde, baute die Gemeinde Hohentengen mit großer Unterstützung der Bevölkerung 2001 ein neues Dorfgemeinschaftshaus. In diesem Dorfgemeinschaftshaus befindet sich auch das Günzkofer Dorfbackhaus.

Gegenüber vom Dorfgemeinschaftshaus steht die 1877 erbaute St. Agatha-Kapelle im neugotischen Stil. Doch schon zuvor gab es in Günzkofen eine Kapelle außerhalb des Dorfes am Hohentenger Fußweg. Diese Vorgängerkapelle wurde schon 1582 schriftlich erwähnt.

1397 wurde in Günzkofen erstmals eine Mahlmühle an der Straße nach Eichen erwähnt, die bis 1942 betrieben wurde.

Der Ortsname Ölkofen geht auf den Gründernamen „Eloun“ zurück. Das Dorf wurde um 1186 unter dem Namen „Ellinchouin“ erstmals erwähnt.
Ölkofens erste Besiedlung lag im Tal entlang des Friedbaches. Von dort aus weitete sich der Ort dann aus.
Die truchsessische Herrschaft erstellte 1746 an der Straße nach Eichen eine Getreidemühle. Um diese Mühle zu betreiben wurde der Friedbach von Günzkofen aus extra durch einen Mühlkanal umgeleitet. Im ehemaligen Mühlengebäude befindet sich heute der Landhandel Oswald.

1840/41 wurde von der Gemeinde ein erstes Schul- und Rathaus erbaut, das 1953 durch ein neues Schul- und Rathaus ersetzt wurde. Dieses Gebäude wurde später zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und 2013 zugunsten eines Dorfplatzes abgebrochen.

Bereits 2012 wurde das neue Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht, das unter sehr großen Eigenleistungen der Ölkofer Bürger und der künftigen Nutzer des Gebäudes errichtet worden war. Neben dem Heimat- und Narrenverein, dem Sportverein Ölkofen, dem Gögemer Angelverein und der Reservistenkameradschaft ist auch die Abteilung der Freiwillige Feuerwehr dort untergebracht sowie auch das Backhaus, das von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird.

In der Dorfmitte steht die St. Leonhards-Kapelle, die 1935 von der bürgerlichen Gemeinde erstellt wurde. Im gleichen Jahr wurde die erstmals 1582 erwähnte Vorgängerkapelle abgebrochen. Noch heute befinden sich Teile der Innenausstattung dieser Vorgängerkapelle im Heimatmuseum der Stadt Mengen.
In Ölkofen findet jedes Jahr am Kirchenpatrozinium auch ein Leonhardiritt statt, der weit über die Grenzen der Göge hinaus bekannt ist.

  • Hagelsburg

    Der zu Ölkofen gehörende Weiler Hagelsburg war früher ein Hofgut namens „Burg in dem Thenkew“ (Burg im Diengau) und wurde 1431 erstmals urkundlich erwähnt. 1484 wurde die Hagelsburg dann an Graf Andreas von Sonnenberg verkauft. Hierdurch war das Hofgut von diesem Zeitpunkt an bis Anfang des 19. Jahrhunderts österreichisches Lehen.

    Der Scharfrichter der oberen Grafschaft Friedberg hatte vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts seinen Sitz auf der Hagelsburg.

Ursendorf wurde 1152 zum ersten Mal als „Örsindorf“ urkundlich erwähnt. Der Dorfname ist vom Gründername „Horsin“ abgeleitet.
Die erste Besiedlung erfolgte im Tal des Krebsbaches.

In Richtung Repperweiler, zwischen der heutigen Ursendorfer Straße und dem Krebsbach, errichtete die truchsessische Herrschaft im Jahr 1778 eine wassergetriebene Ölmühle mit Walke und Lohstampfe und daneben eine Ziegelei. Während die Ziegelei zu Beginn des 1. Weltkrieges den Betrieb einstellte, entwickelte sich die Ölmühle im Laufe der Jahrhunderte zum Sägewerk Fränkel.

1841 wurde in Ursendorf von der Gemeinde ein Schul- und Rathaus erbaut, in dem auch die Feuerspritze untergebracht wurde. Ab 1891 diente dieses Haus dann nur noch als Schulhaus, denn es wurde ein neues Rathaus gebaut. Dieses Rathaus wurde 1998/99 von der Gemeinde Hohentengen mit Unterstützung der Dorfbewohner zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Im Obergeschoss des Gebäudes befindet sich heute das Gemeindearchiv.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht die 1900/01 erbaute Dorfkapelle, die dem Heiligen Antonius von Padua geweiht ist.

  • Repperweiler

    Der ca. einen Kilometer von Ursendorf entfernte Weiler erschien 1287 erstmals urkundlich. Der Dorfname findet seinen Ursprung im Gründernamen „Ratpert“.
    Im 15. Jahrhundert wurde vom Kloster Habsthal östlich von Repperweiler ein Fischweiher angelegt, auf dessen Wuhr ab 1729 eine Ölmühle betrieben wurde. Nach Trockenlegung des Weihers wurde 1834 der Betrieb eingestellt.

    Die Bewohner von Repperweiler erbauten 1724 die noch heute bestehende St. Arbogast-Kapelle.

  • Altenweiler

    Wie Repperweiler gehört auch Altensweiler zu Ursendorf. Altensweiler war früher ein Hofgut und erschien 1218 erstmals urkundlich – im Besitz des Klosters Salem. Ab dem 15. Jahrhundert gehörte Altensweiler dem Kloster Hedingen bei Sigmaringen.

    Altensweiler und Repperweiler bilden zusammen mit den Birkhöfen den südlichen Rand der Gemeinde Hohentengen.

Der Dorfname Völlkofen geht auf Völlkofens Gründer „Volin“ zurück. Um 1186 wurde das Dorf deshalb erstmals „Vollinchouen“ genannt. Im Laufe der Jahrhunderte entstand hieraus die Dorfbezeichnung Völlkofen. Der ursprüngliche Dorfkern lag am Färbebach.
Von 1709 bis Anfang des 20. Jahrhunderts bestand in Völlkofen eine wasserbetriebene Hammerschmiede.

1840 erbaute die Gemeinde in der Dorfmitte ein Schul- und Rathaus, das 1995 abgebrochen wurde. Bereits in den Jahren 1964 bis 1966 hatte die Gemeinde ein neues und größeres Schulhaus gebaut. Diese Schule war bis 2011 eine Außenstelle der Grundschule Hohentengen. Bis heute ist dort der Kindergarten St. Nikolaus untergebracht.

In Völlkofen gibt es gleich zwei Kapellen, die beide der Gottesmutter Maria geweiht sind. Die ältere Kapelle wurde 1859/60 von der bürgerlichen Gemeinde erbaut und zuletzt in den 80-er Jahren renoviert. Da diese Kapelle ursprünglich nach dem 2. Weltkrieg wegen Baufälligkeit abgebrochen werden sollte, wurde in den Jahren 1950-1952 unterhalb der alten Kapelle eine neue und größere Kapelle gebaut.

  • Birkhöfe

    Am Anfang des 17. Jahrhunderts bestand zuerst ein sogenanntes „Weiherhaus“, daneben wurde bis Ende des 18. Jahrhunderts eine kleine Säge betrieben. Als erster Hof entstand dann der obere Birkhof, der 1717 vom Kloster Habsthal gegen den Willen der Gemeinde Völlkofen erbaut wurde.

    Die Birkhöfe brannten 1773 komplett nieder und wurden daraufhin neu aufgebaut. Heute bilden sie den südlichsten Punkt der Gemeinde Hohentengen.