Hohentengen

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Willkommen in Hohentengen

Gemeindepartnerschaft mit Charensat/St. Gervais d´Auvergne

Die Partnerschaft mit Gemeinden des Kantons St.-Gervais-d’Auvergne beruht auf weit zurückreichenden Kontakten. Nach Ratifizierung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages im Jahr 1963 durch Charles de Gaulles und Bundeskanzler Dr. Adenauer trafen sich nach entsprechenden Aufrufen beider Länder die damaligen Bürgermeister von Charensat, Albert Besse, und von Hohentengen, Ottmar Strobel, 1965 zum ersten Mal in Straßburg. Nach einem anschließenden Besuch von Bürgermeister Besse beim Feuerwehrfest in Hohentengen gab es ein Treffen des Sportvereins Hohentengen mit dem AS Charensat im Frühjahr 1966 in Charensat. Die Verbindung zwischen diesen beiden Sportvereinen wird bis heute in beinahe jährlichen Besuchen und Gegenbesuchen vertieft.

Aufgrund dieser 25-jährigen Freundschaft zwischen dem AS Charensat und dem SV Hohentengen wurde 1991 eine kommunale Partnerschaft zwischen der Gemeinde Charensat und der Gemeinde Hohentengen in einem Festakt in der Göge-Halle durch Bürgermeister Klein, Hohentengen, und Bürgermeister Besse, Charensat, geschlossen.

Anlässlich der 30-jährigen Partnerschaft zwischen den beiden Sportvereinen wurde unter Federführung von Conseiller General Gauvin aus St. Gervais und Bürgermeister Ott aus Hohentengen ein Komitee zur Erweiterung der kommunalen Partnerschaft ins Leben gerufen. Nach mehreren Kontakten, wie z.B. der Mitwirkung der französischen Gäste beim Straßenfest in Hohentengen, trat man der Ausweitung der Partnerschaft näher. Auf beiden Seiten wurden Partnerschaftsvereine gegründet, zu deren Vorsitzende in Frankreich Pierre Sauret aus Charensat und in Deutschland Karl-Heinz Bleicher aus Bremen gewählt wurden. Im Zusammenwirken dieser beiden Partnerschaftsvereine konnte dann im Jahre 2001 die Erweiterung der kommunalen Partnerschaft in der Region St. Gervais d’Auvergne vorgenommen werden, die jetzt aus den französischen Gemeinden Charensat, St. Gervais d’Auvergne, St. Priest des Champs, Ayat sur Sioule, St. Christine, St. Julienne de la Geneste, Espinasse, Goutierres, Chateauneuf les Bains, Saurret Besserve und Biolett zusammen mit der Gemeinde Hohentengen besteht.

Es handelt sich um eine sehr lebendige Partnerschaft, die durch regelmäßige Austausche immer wieder bereichert wird.

Weitere Informationen ...

Eingebettet in die Südflanke der Hochebene erstreckt sich Ayat über 1400 Hektar bis zum Ufer der Sioule. Seine 124 Einwohner sind über 22 Weiler verstreut, die die Gemeinde zusammensetzen.

Die Sioule und 3 ihrer kleinen Nebenflüsse, die Bäche Braynant, Fayolle und Bort prägen die Gemeinde und bilden ein abwechslungsreiches Ensemble, dessen Höhe zwischen 380 und 720 m variiert.

Das Hauptdorf, das sich um seine Kirche und das Rathaus drängt, hat weder eine Schule noch Läden. Allerdings hat die Gemeinde vor kurzem ihr Kulturerbe renoviert, um den berühmten Sohn der Gegend, den General Desaix, würdig zu ehren. Er ist in "Le Château" am 17. August 1768 geboren und am 14. Juni 1800 bei Marengo gefallen, nachdem er dort den Sieg eingeleitet hat.

Das umgebende Land, das aus Äckern, Wiesen, Wäldern und Heiden besteht, wird von 12 Bauern bewirtschaftet. Sie machen den Hauptteil des wirtschaftlichen Potentials aus.

Jedoch entwickeln sich zwei nicht landwirtschaftliche Unternehmen: ein Reiterzentrum im Dorf von Puy und ein Kanu Kajak Stützpunkt in Braynant nutzen die attraktive und abwechslungsreiche Landschaft, die angenehmen Sonnentage und die örtlichen Besonderheiten (Grotten des hl. Menelaus, Reste des Desaix und des Beaumontschlosses) und locken die Touristen auf der Suche nach echtem Vergnügen.

Das Talent der Erbauer der Kirche von Biollet zeugt vom Eifer der Bewohner dieser Stätte ...., ein Chor, der karolingisch sein dürfte, das Schiff mit einem Tonnengewölbe, mit 4 Jochen (Gewölbefelder) durch Doppelbögen getrennt, die Säulen von beindruckender Größe und mit behauenen Kapitellen bekrönt, die rätselhafte Personen darstellen, schließlich eine Sonnenuhr, die von 1631 datiert, verleihen dieser kleinen echt romanischen Kirche aus gelbem Granit aus dem 11. Jahrhundert ein ganz besonderes Interesse wie man es von aufgeschlossenen Liebhabern kennt.
Jedoch von den annähernd 1500 Seelen, die Biollet vor 100 Jahren gezählt hat, sind heute nur noch 389 Einwohner bei einer Fläche von 2346 Hektar übrig geblieben. Biollet ist nämlich eine ganz charakteristische Gemeinde der Combrailles mit einer stetig abnehmenden Einwohnerzahl. Dafür sind die Häuser relativ gut erhalten, und viele sind Zweitwohnungen für Leute, die hierher kommen, um die Ruhe und den Charme der Hügellandschaft zu finden, die etwas herbe Milde dieser auf halber Höhe (750 m) gelegenen Landschaft zu schätzen.
Hier lockt der Angelsport zahlreiche Besucher an. Denn hier genießt man mehr als anderswo die simplen Vergnügen; das große Fest jedes Jahr ist der Kartoffelmarkt mit den Erzeugnissen der Region. Es ist die Gelegenheit zu zeigen, dass man gute Produkte machen kann. Vor allem ist es die Gelegenheit sich zu treffen. Denn jedermann nimmt daran teil und die Atmosphäre ist während des ganzen Tages sehr herzlich.

räge, mitten im Tal der Sioule gelegen, profitiert Châteauneuf-les-Bains seit Jahrtausenden von einer besonders günstigen geographischen Lage. Abgeschirmt vom Lärm und der Luftverschmutzung der Städte erstreckt sich die kleine Gemeinde mit 300 Einwohnern über zahlreiche Weiler, die sich zwischen zwei Brücken im Abstand von 4 km verteilen. Seinen ganz besonderen Charme bringt ihm die Sioule, dieser wilde fruchtbare Fluss, der hier ein heiteres Tal mit unerwartet auftauchenden beeindruckenden Schluchten in üppigen Wiesen durchströmt.
Ihre Hänge mit zahlreichen Wegen sind das Traumreich der Wanderer und Spaziergänger. Sie sehen, wie sich Laubbäume, Nadelhölzer und Felsen abwechseln und zu allen Jahreszeiten, einen Wechsel der Landschaft mit vielen, durch kühle und dunkle Erosionstäler unterbrochenen Aussichtspunkten.
Auch für Geologen ist die Landschaft bemerkenswert mit zwei Flussufern aus verschiedenartigem Gestein und mehreren Spalten die die 22 gefassten Quellen verursachen, die sich zu beiden Seiten der Sioule verteilen.
Diese kohlesäurehaltigen Quellen teilen sich in zwei Gruppen auf: die kalten Mineralquellen, deren Wasser vor Ort in Flaschen abgefüllt und als Tafelwasser verkauft wird. Es ist wegen seiner Geschmacksqualität und der verdauungsfördernden Wirkung sehr begehrt. Die warmen Quellen sind seit galloromanischen Zeiten bekannt und bilden die Grundlage für die Kuren des Thermalbades von Châteauneuf. Seit mehr als einem Jahrhundert kuriert man dort Rheuma und ganz allgemein Krankheiten, die mit dem Bewegungsapparat zusammenhängen. Fitnesstraining wird ebenfalls gemacht und von den Touristen zunehmend geschätzt.
Trotz seiner geringen Größe ist Châteauneuf nicht nur ein Thermalbad, sondern auch ein grüner Ferienort mit vielfältigem Reiz. Neben dem Thermalbad und dem kirchlichen Kulturgut, ist es die reizvolle Landschaft: Vignole, die Halbinsel Saint-Cyr, der Charlemagnefelsen das Weltende (Bout du Monde) ... Châteauneuf ist auch das Paradies für Angler und bietet sportliche Aktivitäten an: Rundwege für Wanderer, Rundwege für Mountainbikes, Reitausflüge, Kanu- und Kajakfahren, Bogenschießen und Klettern (78 Routen aller Schwierigkeitsgrade im Naturgelände). Schlussendlich organisiert das Tourismusbüro von Mai bis September täglich Freizeitprogramme für Touristen und Kurgäste

Der Bezirk von Saint-Gervais-d’Auvergne, jüngst auf den Namen Coeur (Herz) des Combrailles getauft, umfasst den Kanton von St. Gervais und seine 10 Gemeinden. Dazu gekommen ist Châteauneuf les Bains. Ein neuer Gemeindeverband ist gebildet worden. Er umfasst eine knapp 300 km² große Fläche bei einer Bevölkerung von ca. 4.500 Einwohnern.
Er liegt, wie es sein neuer Name anzeigt, mitten in einer wenig bekannten Gegend, den Combrailles, am Rande der alten Provinzen Auvergne, Limousin und Bourbonnais im Schatten der Vulkane der Auvergne und der Berge der Domes.
Geographisch gesehen ist es eine wellige Hochebene, übersät von Seen, aufgelockert durch Berge, kleine Wälder und Hecken, durchzogen von den bewaldeten, tiefen und kühlen Tälern der Sioule und ihrer Nebenflüsse.
Es ist eine ländliche Gegend, in der die Viehzucht, hauptsächlich der Charolaisrasse, dominiert.
Keinerlei Industrie hat sich auf dem Gebiet des Gemeindeverbandes angesiedelt. Lediglich die Flaschenabfüllung des Mineralwassers von Châteauneuf-les-Bains ist ein kleiner Betrieb entstanden. Dafür schafft der Fremdenverkehr, obwohl vom Massentourismus weit entfernt, zahlreiche Aktivitäten rings um die grünen Ferienorte.

In der Gemeinde Espinasse drehen sich alle Aktivitäten, ob im Handel, im Handwerk oder in der Landwirtschaft, zwar diskret aber sehr effektiv um die qualitativ hochstehende Viehzucht. Heute führen noch 30 Züchter die Zucht des Charolaisrindes, das für die Schlachtung bestimmt ist, fort. So sieht man noch immer die weißen Kühe in der grünen Landschaft, die deren bukolischen und friedlichen Aspekt unterstreichen.
Mitten im Dorf steht die großenteils romanische und 1157 geweihte Kirche. Man kann dort eine Skulptur aus weißem Stein aus dem 15. Jahrhundert bewundern, die die hl. Margarete von Antiochien darstellt, wie sie den Drachen niederstreckt. Der Körper des jungen Mädchens scheint aus dem Rückgrat des Monsters emporzuschießen. Die anmutige Silhouette und die Modellierung des Gesichtes bringen diese Statue mit der Kunst des Bourbonnais in Verbindung.
Noch heute kennt die Gemeinde, die 285 Einwohner zählt, eine reelle, täglich Geschäftigkeit im Rhythmus mit dem Briefträger, dem Geschrei der Kinder in der Pause, dem Hupen der fliegenden Händler.
Das Leben im Dorf wird von den Akteuren der lokalen Wirtschaft bestimmt, von Viehhändlern, von Handeltreibenden mit landwirtschaftlichen Produkten.
Ansonsten bleibt das Leben dort ruhig und heiter angesichts der zahmen grauen Esel, die die Association Volcanes (Vulkan Verein) den Touristen für die Erkundung der Umgebung oder für weitere Ausflüge bis in die Domesberge vermietet.

Gouteyras, Gouteyres, Gouttières, «gouttes« (Tropfen): Quellen, Land der Quellen. Von der Quelle des Chala-mont, der nach Süden in den Stausee von Besserve fließt, bis zu der des Bouble, der Parallel zur Sioule bis nach Saint Pourrgain verläuft, Pforte des Bourbonnais: Gouttieres ist wohl vor allem das Land der Quellen; dort ist der höchste Punkt der Hochebene von Saint Gervais beim Kreuz von Quatre Cures in dem großen Wald von Pionsat.
Es ist aber auch das Land der Katzen, der „Katzen von Gouttieres“, die daraus den Distrikt der Töpfe und der Töpfer gemacht haben, seitdem die 389 Einwohner sich aufgemacht und gezeigt haben, dass man die Töpfer von ganz Frankreich zum Kommen veranlassen kann, und dass die Leute ebenfalls die gewöhnlich sehr stille Straße und den Platz um die Kirche bevölkern.
Seitdem es einmal im Jahr an einem Wochenende im April stattfindet, ist dieses kleine Fest ein großes Ereignis in der Region.
Über den Rest des Jahres ist Gouttieres ein kleiner sehr ruhiger Winkel in den Combrailles, einer Hügelland-schaft, die auf dem Granit festsitzt, der manchmal so blau ist wie der, welcher im Levadoux für das Fadesviadukt gebrochen worden ist. In dieser Gegend lässt es sich gut leben, und die jungen Leute, die über die Woche verreist sind, kommen gerne am Wochenende zu ihren Angehörigen zurück.

«Natur pur»! Saint-Gervais-d'Auvergne ist ein Luftkurort in 725 m Höhe. Der Marktflecken liegt auf dem höchsten Punkt eines welligen Plateaus, das zwischen 600 und 700 m schwankt. Er wird von der Festungskirche mit dem charakteristischen, allseits sichtbaren Turm aus dem 12. Jahrhundert beherrscht. Seine aktuelle Bevölkerung liegt bei 1400 Einwohnern bei einer Fläche von 4700 ha.
Der Lebensraum von Saint-Gervais ist ein ländlicher Bereich, umgangen von den großen Verbindungsstraßen, dessen Landwirtschaft mit 40 Betrieben die Hauptwirtschaftsaktivität bleibt. Die Zucht des Charolaisrindes breitet sich dank der Organisation regionaler Wettbewerbe und der Verkaufsförderung von verbesserten Erzeugnissen wie der „Färse der Combrailles" aus.
Saint-Gervais-d'Auvergne ist auch Standort einer Gesamtschule und besonders einer landwirtschaftlichen Berufsfachschule, die alle Berufe ausbildet, die mit dem Hund zu tun haben. Saint-Gervais nimmt jedes Jahr mehrere Hundert Schüler, Lehrlinge und Erwachsene zur Fortbildung auf. Seine Aktivität ist im ganzen Land bekannt. Auch ausländische Praktikanten werden aufgenommen.
Die Aktivitäten des Handels und der Handwerker sind bedeutend trotz des Rückgangs der Bevölkerung im Rahmen der Landflucht. Alle Berufe sind vertreten und sechs Hotels stehen für Besucher zur Verfügung.
Als Hauptort des Kantons und jetzt Sitz des Gemeindeverbandes „Coeur des Combrailles" ist St.-Gervais auch ein Verwaltungszentrum. Aber seit mehreren Jahren orientiert es sich wegen seiner landschaftlichen Schönheit und der Gästezimmer zum „grünen Tourismus" hin. Die Schaffung einer Freizeitanlage für Touristen am Philippesee umfasst einen Campingplatz, Ferienhäuser und einen See mit 11 ha.

Saint-Julien-la-Geneste gehorcht dem Charme einer etwas geheimnisvollen und wilden Knicklandschaft, wie sie der auvergnatische Schriftsteller Henri Pourrat so gut beschrieben hat, eine Mischung aus gekünstelt und einer Sanftmut, die einen nicht gleichgültig lässt.
Der Begriff "Geneste", könnte ursprünglich mit dem benediktinischen Konvent des Klosters von Saint Genes les Monges zu tun haben. Tatsächlich zählte Saint Julien la Geneste um 1184 dreißig Mönche, die der Abtei von La Chaise Dieu unter der Obhut des Herrn von Roche d'Agoux unterstellt waren.
Der Flecken besitzt ein kleines interessantes Kulturerbe alter Steinkreuze, einige Reste der Ummauerung des Klosters, die Mühle von "Vestizons", das Waschhaus der Nonnen und den Brunnen des hl. Blasius, dessen hl. Märtyrer in seiner Nische dem Wasser der Quelle eine heilende Wirkung bei Tierkrankheiten verleiht.
Die Wälder von Pionsat am Rande der Gemeinde haben während des ganzen Verlaufes seiner Geschichte im Le-ben von St. Julien historische und ökonomische Markierungen gesetzt. Dieser Wald bewahrt die (Fuß ) Spuren der Widerstandsgruppe Nestor Perret, die sich dort 1943 niedergelassen hat, um gegen die Besatzer zu kämpfen. Ein Rundweg erlaubt es den Spaziergängern den Wald mit seinen Douglasien zu durchwandern und die Ereignisse und Werte unserer Lokalgeschichte zu erfassen.
Heute bewahrt Saint Julien mit seinen bescheidenen 127 Einwohnern und einer Fläche von 1200 ha einen sehr markanten ländlichen Charakter verbunden mit einer touristischen Dynamik und einer Atmosphäre der Gastlich-keit. Das "Fest der Blaubeeren" am 3. Juli-Sonntag ist ein großes Volksfest mit Folklore und lokalen Erzeugnissen und zieht immer mehr Menschen an.

Ganz in der Nähe des Viaduktes von Fades über der Sioule liegt St.-Priest-des-champs. Mit seinen 4509 ha, auf die sich 52 Weiler verteilen, hat die Gemeinde eine ansehnliche Fläche, vergleichbar der von St-Gervais- d'Auvergne.
Heute ist sie mit ihren 689 Einwohnern eine der größten Gemeinden des Verbandes „Coeur des Combrailles"; und sie kann stolz darauf sein, eine der schönsten Naturdenkmäler des Kantons zu besitzen.
Jedoch kommen die Leute selten an den Wasserfall des Gour (Maar) Saillant, obwohl er es zum Abschluss einer wunderschönen Wanderung wert wäre.
Die Kirche von St. Priest ist dem hl. Johannes dem Täufer geweiht und datiert aus dem 11. Jahrhundert. Sie ist im 15. und 18. Jahrhundert überarbeitet worden. Sie besitzt einen Chor mit einem Fresko des Martyriums des hl. Priest, das vom großen Künstler Dussour aus Riom gemalt worden ist.
Die Gemeinde ist auch an der Wasserwirtschaftsplanung der Fades Besserve beteiligt und hat dadurch seine tou-ristische Entwicklung favorisiert. Drei Campingplätze und sechs Ferienquartiere ermöglichen die Aufnahme von Touristen.
Man findet hier auch verschiedene Aktivitäten wie den Club aeronautique d'U.L.M. (Ultraleichtflugzeuge), eine in der Region sehr bekannte auvergnatische Folkloretanzgruppe "Les Crouzadoux" und eine Theatertruppe "Les Baladins".

Es ist eine der ganz kleinen Gemeinden des Kantons, 134 Einwohner auf einer Fläche von 1278 ha, auf einer Höhe von 680 m. Sie besteht aus einem bescheidenen aber einladenden Dörfchen, umrahmt von 12 Weilern, die in der umgebenden, mit Wäldern übersäten Hügellandschaft verteilt sind.
Die überwiegende Aktivität der lokalen Wirtschaft ist in der Landwirtschaft: Milchproduktion und vor allem Viehzucht besonders der Charolaisrasse. Wohl gibt es keinen Laden mehr, die Schule ist seit mehreren Jahren geschlossen und die Bevölkerung altert mit einem noch geringen Anteil an Aktiven. Aber gewisse Anzeichen täuschen nicht; die Anzahl der Kinder nimmt zu. Zwei Ferienquartiere, von Privatpersonen eingerichtet, können etwa 15 Feriengäste aufnehmen. Mehrere Häuser sind schön renoviert worden als Hauptwohnsitz oder Zweitwohnung, und wenn noch große leerstehende Gebäude im Dorf übrig sind, kann man sich vorstellen, dass manche bald Ferienhäuser werden könnten.
Die Gemeinde birgt zwei interessante touristische und landschaftliche Schönheiten, den Brettersee, beim Weiler Abouranges gelegen und zwei geheimnisumwitterte Menhire, die man beim Weiler Barbouly entdecken kann.
Das Leben im Ort weist eine neue Dynamik auf beim Fischfang, bei der Jagd, beim Patronatsfest der heiligen Christine, das einen neuen Aufschwung genommen hat. Das Fest des Waldes ist mit Hilfe des Vereins „Vier Jahreszeiten“ und allen Einwohnern der Gemeinde entstanden. 35 Holzhandwerker haben an einem Kunsthandwerkermarkt in Form einer Verkaufsausstellung und Vorführung teilgenommen. Der Erfolg dieses schönen Festes lässt vielversprechende Perspektiven in Erwägung ziehen.

Die Gemeinde von Sauret-Besserve, die im Süden zum großen Teil durch die Sioule begrenzt wird, klebt am Rande der Hochebene von St. Gervais und beherrscht den Stausee von Besserve und das Fades Viadukt.
Historisch gesehen ist es eine junge Gemeinde; 1845 hat es zunächst nur das Dorf der Gemeinde Chambonnet gegeben. Dieses hat sich am Ufer der Sioule in angenehmer und geschützter Lage eingenistet gehabt und seit al-ten Zeiten Mönche angezogen. Sein Namen erscheint um 1242 in einer päpstlichen Bulle.
Nachdem das Kloster seit langem verlassen war, wurde um 1850 das Dorf Sauret wegen seiner zentralen Lage als Hauptort gewählt. Man hat ihm von einer anderen nahen Pfarrei den Namen Besserve angefügt. Der Bau eines Rathauses und einer Schule datieren von ca. 1850. Erst nach 1872 hat man mit dem Kirchenbau begonnen, nach-dem die Kirchen von Chambonnet und Besserve nicht mehr benutzt werden könnten.
Nach der Errichtung des Staudammes über der Sioule und der allgemeinen Landflucht zählt die Gemeinde heute auf ihren 1033 ha nur noch ca. 200 Einwohner; und auch die verdankt sie nur dem Bau von Fabriken auf der an-deren Siouleseite.
Indessen ist die kleine Gemeinde aktiv und besitzt 5 dynamische Vereine insbesondere der „Foyer Rural" mit mehreren Sektionen, aber vor allem kämpft der Verein „Sioule et Patrimoine (Kulturerbe)" augenblicklich für die Aufwertung der Sioulelandschaft und des Fades Viaduktes. Man muss daran erinnern, dass es zur Zeit seiner Er-bauung in den Jahren um 1900 das höchste Viadukt der Welt gewesen ist. Die Geschichte davon ist ein besonde-res menschliches Abenteuer. Auch heute noch rechtfertigt dieser Riese, der die Sioule in 132 m Höhe überspannt, unseren Besuch und erregt immer unsere Bewunderung.